Die Sexualität | Kapitelübersicht
Es gibt immer wieder Ansätze, die Sexualität in das richtige Licht zu rücken. In dem Film »Kinsey« sagt ein Assistent zu McKinsey sinngemäß, dass Sexu- alität das Wichtigste sei. Und wenn er das nicht sen- sibel angehe, breche es ihm das Genick! — Diese Aussage ist an jeden von uns gerichtet. Man muss die Sexualität tatsächlich sensibel angehen. Verant- wortung und Respekt gegenüber dem Partner sind die wichtigsten Aspekte dieser Sensibilität. Im Ka- pitel »Die Kreativität« sagte ich, dass selbige eine unglaublich starke Waffe gegen Krieg, Hass, In- toleranz und Gleichgültigkeit sei. Die Sexualität, in Liebe gelebt, ist es auch.

Es gibt wirksame und geschickte Strategien der Werbung, die Sexualität für ihre Zwecke zu miss- brauchen: Ein Produkt wird mit einer Verhaltens- weise gekoppelt, das Begehren weckt. Das Pro- dukt an sich ist jedoch frei von jedem Begehren. Am Geschicktesten ist in der Werbung der Einsatz von Verhaltensweisen, die in der Realität Begeh- ren wecken sollen, es aber faktisch nicht tun. Und die mit gerade solchen Produkten gekoppelt sind, die mehrmals konsumiert werden können und sol- len.

Das Versagen der Strategie wird dummerweise nicht mit dem Produkt in Verbindung gebracht, sondern mit dem Konsumenten selbst, der diese Strategie versucht hat: Dann hat er es wohl nicht richtig gemacht, und so muss er zwangsläufig das Produkt noch mal kaufen und es noch mal versu- chen. Der Konsument glaubt, selbst versagt zu haben. Er will nicht erkennen, dass die Lüge der Werbung versagt hat.

 

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Sinngabe.de © Daniel TORRADO HERMO 2005–2010

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