Die Pornografie | Kapitelübersicht

Nicht im ehrbaren Spießbürger
oder der tugendsamen alten Jungfer sieht [sie ihr] Menschheitsideal, sondern in der trotzigen Verkörperung männlicher Kraft und in Weibern, die wieder Männer zur Welt zu bringen vermögen.

Frei nach Adolf H.¹

Jeder wird verschiedene Erfahrungen mit der Por-
nografie gemacht haben. Der Grund für die Verschiedenheit der Erfahrungen liegt natürlich darin, dass wir zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedliche Bedürfnisse und auch verschie-
dene Zugangsmöglichkeiten hatten. Deshalb
hier nur Grundsätzliches: Es ist zunächst zu unter-
scheiden zwischen guter und böser Pornografie.
Die gute Pornografie dient der Anschauung und Verdeutlichung der Möglichkeiten sexueller Aktivität. Diese Definition wäre zu weich, wenn nicht noch hinzugefügt werden würde, dass es hierbei um eine Sexualität zwischen Menschen im offen erkennbaren gegenseitigen Einvernehmen geht.

Die böse Pornografie verdeutlicht hingegen eine pervertierte Form der Sexualität. Hier spie-
len Allmachtsphantasien, Gewaltausübung und Schmerzverursachung die Hauptrollen. Die Bewertung von böser Pornografie ist einfach: Sie
ist zu verteufeln ohne Wenn und Aber. Es ist die böse Seite unserer Seele, die zum Vorschein kommt. Die Veranschaulichung von Bösem – auch von sexueller Gewalt – finden wir zuhauf in Li-
teratur, Fernsehen und Film. In dem Moment je-
doch, wo Böses isoliert und kontextfrei formu-
liert wird, wird es zugleich zu einem unlösbaren Fall für unseren Geist. Da wir die Erfahrung gemacht haben, dass sich die Lösung zu den meisten Proble-
men meistens dann findet, wenn wir uns länger und eingehender mit ihnen beschäftigen, ist die böse Pornografie dazu in der Lage, uns extrem süchtig nach ihr werden zu lassen. Denn sie bietet ihrer Widernatur entsprechend keine Lösung. Hinzu kommt erschwerend, dass der Mensch instinktiv um den Instant-Effekt des Mediums weiß. So begibt er sich, wenn er schwach ist, auf die Suche nach immer neuen Perspektiven auf das Böse. Das Böse an sich lässt sich aber nie verstehen sondern immer nur dessen Anwendung, wenn diese Gründe hat. Den Grund für die böse Pornografie werden die Betreiber und Konsumenten jedoch kaum geistig nachvollziehen können: Der Grund für die böse Pornografie ist die Tatsache des Geworfen-
seins in diese Welt, verbunden mit der Erfahrung, dass die Nabelschnur zur Mutter und damit das Gefühl des unmittelbaren Angekoppeltseins an das nährende, wohlig warme Mütterliche als gemeine Täuschung vor der kalten Welt der Vereinzelten wahrgenommen wird. Die so vermeintlich Getäusch-
ten schwanken in ihrem Betreiben der bösen Por-
nografie zwischen Rache für die Täuschung und dem verzweifelt gewaltsamen Versuch, sich doch wieder in das göttlich Mütterliche anzugliedern.

Tragische Versuche, denn die Eingeweide werden hierbei mit dem Kopf verkoppelt. Und diese Kopplung funktioniert nicht. Der einzige Ausweg aus der Sucht nach Pornografie ist die Ent-
koppelung. Und die Neuverkoppelung des Herzens mit den Eingeweiden. Der Kopf hat in der Liebe nämlich nichts verloren.


¹ In: Adolf Hitlers mein Kampf. Eine kommentierte Auswahl von Christian Zenter. List Verlag, Berlin 2006. Seite 105.

 

 

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