Die Kinderwirtschaft | Kapitelübersicht
Das Geld ist wie Kuchen. Wenn keiner hinschaut, wird ein Kind danach greifen. Und wenn ihm dann niemand Einhalt gebietet, wird es wieder danach greifen – bis der Kuchen weg ist. Nun ist das Kind satt und rund. Und diejenigen, für den der Kuchen auch bestimmt war, gehen leer aus, wenn sie nach Hause kommen.

Das Kind braucht von sich aus keine Regierung von Erwachsenen, es sei denn, es soll dazu erzogen werden, den Kuchen mit den anderen zu teilen.

Die Wirtschaft braucht von sich aus keine Regulierung von der Politik. Es sei denn, sie soll dazu erzogen werden, den Produktivkräften den gerechten Lohn für ihre Arbeit zukommen zu lassen.

Die Regulierung der Wirtschaft – stellen Sie sich vor: Die Politik schickt Manager, die die Wirtschaft regulieren, und die Wirtschaft schickt Manager, die die Politik regulieren. Und die Ethik bildet diese Prüfer aus. Mit dem obersten Wert: soziale Gerechtigkeit. Damit es wieder eine soziale Moral gibt mit dem obersten Gebot: Tue den anderen Gutes, denn dann bist Du zu Dir selbst gut.

Ein Traum? Ja, aber manche Träume lassen sich in die Tat umsetzen. Und manche Träume müssen sogar in die Tat umgesetzt werden.

Wenn es uns dann noch gelingt, wie gut erzogene Kinder zu leben, dann haben wir alles erreicht. Denn wir Erwachsenen leiden vor allem daran, dass wir uns der Leichtigkeit unserer Kindheit beraubt sehen. Wir können und müssen sie uns wieder zurückerobern. Das wäre mal ein richtiger Kampf im Gegensatz zu den vielen falschen Kämpfen in dieser Welt. Ein Kampf, bei dem es nicht um Boden geht sondern um ein potenziell weltveränderndes Element: um Bewusstsein.

 

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Sinngabe.de © Daniel TORRADO HERMO 2005–2010

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