Die Hauspolitik | Kapitelübersicht
Die Hauspolitik ist ein neues Sinnbild im Zusammenhang mit einem alten Sinnbild: dem Vater Staat. Die Hauspolitik geht davon aus, dass wir als Kinder des Staates einen lieben, fürsorg-
lichen und gerechten Vater wollen. Kein Kind soll weniger geliebt werden als die anderen, allen sollen die gleichen Voraussetzungen zuteil werden für die jeweils individuell beste Entwicklung und niemand soll dabei bevorteilt oder benachteiligt werden.

Und wenn in der Nachbarschaft ein Bandenkrieg herrscht, soll unser Vater im Haus bleiben um uns zu beschützen und all seine Energien darauf zu ver-
wenden uns zu erklären, warum Banden doof sind und warum man sich auf keinen Fall in Banden-
kriege einmischen darf. Jedenfalls nicht indem man sich auf die eine oder andere Seite schlägt. — Stattdessen kann unser gutes Beispiel für ein schönes Leben zum Nachdenken anregen – und zwar auf beiden Seiten des Bandenkrieges.

Ein Vater vernachlässigt seine Kinder, wenn er nicht all seine Energien in sie steckt. Jener Vater, der davon ausgeht, er müsse die Bandenkriege in seiner Nachbarschaft stoppen, ist dumm. Selbst wenn er sich mit anderen Vätern verbündet, also strategisch handelt, handelt er dumm. Ein Vater ist alleine dazu da, um seine Kinder zu versorgen und sich um sie zu kümmern. Und wenn es im richtigen Leben trotzdem Väter gibt, die auf ein Eigenleben pochen und sich Zeit hierfür nehmen, so darf und soll Vater Staat kein Eigenleben haben. Das ist der Grundsatz der Hauspolitik.

Denn: Wenn jemand tatsächlich das Haus zerstören will, so ist das Eine wahrscheinlich: Dass der Grund dafür darin liegt, dass Vater sich in Dinge ein-
gemischt hat, die ihn nichts angehen.

 

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Sinngabe.de © Daniel TORRADO HERMO 2005–2010

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